Lebenswertes Jena (auch noch 2050?)

„Klimawandel“ klingt wie ein Ereignis in ferner Zukunft, doch er ist längst da!

Einen Vorgeschmack auf heiße und trockene Sommer gab es in Folge seit 2018. 2022 war Jena bereits im Juni die heißeste Stadt Deutschlands. Am Wochenende vom 18./19. Juni 2022 war Stadtfest, Rummel und verkaufsoffener Sonntag – und kaum jemand ging hin!

Überraschend? NEIN!

Zwei ausgewählte Berichte zur thermischen Belastung in Jena aus den Jahren 2014 und 2019 belegen dies:

Link: Deutscher Wetterdienst (DWD) 2014 (Zusammenfassung ab Seite 68)

Link: MDR 2019

Doch was passiert in Jena?

Es wird geplant, gebaut und versiegelt, als gäbe es keine Anzeichen des Klimawandels: Inselsplatz, Eichplatz, Zeiss-Werk, Steinweg, Alte Feuerwehr, Hausberg, Jenzigfuß, Hufelandweg, Gartenland Hildebrand/Treunertstraße, Osttangente u.a. …. und auch am Ostfriedhof sollen 14,9 ha Gartenland in Hanglage für Baugrundstücke weichen. Droht da eine zweite Hausberganlage?

Vor allem: All diese Betonbauten mit den großen Glasflächen werden unweigerlich Klimaanlagen brauchen, die dann ebenfalls die Energiebilanz ungünstig beeinflussen.

In Gesprächen mit einzelnen Stadträten kam unisono die Antwort: In Jena fehlen Wohnungen, deswegen ist es ein Abwägungsprozess.

Dabei wird verkannt, dass es mit Blick auf den Klimawandel keine Abwägungen mehr geben kann. Höchste Priorität hat die Auswirkung des Klimawandels mit dem Wärmeinseleffekt in Städten. Das gesamte Stadtklima wird durch die Vernichtung von Grünflächen, die Ausdünnung der „Grünen Lunge“ um Jena, ungünstig und dauerhaft beeinflusst.